Dr. Wolfgang Heubisch

HEUBISCH: Kultureller Vielfalt in Bayern droht irreparabler Schaden – Offener Weihnachtsbrief an Kunstminister Sibler

Die Lage für Kunst- und Kulturschaffende in Bayern ist dramatisch, viele befinden sich in existenzieller Not. Seit Beginn der Corona-Krise forderte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Wolfgang Heubisch die bayerische Staatsregierung schon mehrfach auf, "nicht nur von der Rettung der bayerischen Kultur zu sprechen, sondern auch endlich zu handeln". Nun richtet Heubisch einen persönlichen Appell an Kunstminister Bernd Sibler. In einem offenen Weihnachtsbrief schlägt er zehn Punkte vor, um einen irreparablen Schaden für die kulturelle Vielfalt in Bayern zu verhindern.

"Weihnachten ist die besondere Jahreszeit, in der wir gerne schenken oder auch beschenkt werden. Auch wenn ich selbst dem Alter längst entwachsen scheine, so formuliere ich heute doch einen Wunschzettel, nicht für mich, sondern für die vielen Kunst- und Kulturschaffenden, für die vielen Kreativen, die trotz des verfassungsmäßigen Auftrags ('Bayern ist ein Kulturstaat') von der Politik vergessen wurden", schreibt der 74-Jährige. Neben einer schnellen, kompetenten und transparenten Kulturförderberatung sowie dem Ausbau neuer digitaler künstlerischer Formate und Vertriebswege bringt Heubisch eine bayernweite Crowdfunding-Plattform zur Unterstützung von kulturellen Projekten und kreativen Initiativen ins Spiel. Als Vorbild nennt Heubisch hier die Plattform der Stadt München.

Um die Kunst- und Kulturschaffenden zu unterstützen denkt Heubisch aber auch an neue Wege: "Ich wünsche mir nicht nur, dass die bayerische Staatsregierung Kultur in Corona-Zeiten durch Hilfsmaßnahmen unterstützt, sondern gezielt Aufträge vergibt und zeitgenössische Kunst ankauft. Denkbar wäre zum Beispiel ein Fonds für die künstlerische Auseinandersetzung mit den Folgen der Pandemie auf unsere Gesellschaft."

Link zum offenen Brief